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Über uns - Aktuelles – Neuigkeiten - 30. Juli 2013

Sicherheit chinesischer Heilpflanzen im Fokus:
Beim Kauf der Arzneien auf Qualität achten

Von der Heilkraft chinesischer Kräuter profitieren die Menschen seit vielen Jahrhunderten: Die Mischungen verschiedenster Naturstoffe werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin individuell nach dem Beschwerdebild zusammengestellt und meist in Teeform verabreicht. Zudem greifen viele Menschen präventiv auf bestimmte Pflanzen zurück, um zum Beispiel auf sanftem Weg ihre Abwehrkräfte zu stärken oder sich mit Vitalstoffen zu versorgen. In einer aktuellen, von Greenpeace in Auftrag gegebenen Studie, wurden nun massive Pestizidrückstände auf chinesischen Heilpflanzen gefunden.

Greenpeace hatte 36 Proben in Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Großbritannien und den USA gekauft und unter die Lupe genommen: In 32 der Proben wurden laut der Umweltorganisation drei oder mehr unterschiedliche Pestizidwirkstoffe gefunden, 17 Proben wiesen Rückstände von Giften auf, die durch die WHO als extrem gefährlich eingestuft würden. Ein Grund, auf die heilenden Kräuter zu verzichten?

„Nein, denn kauft man die Heilpflanzen ausschließlich in der Apotheke, so erhält man geprüfte Qualität“, erläutert Dr. Sven Schröder, Geschäftsführer des HanseMerkur Zentrums für Traditionelle Chinesische Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Der TCM-Arzt leitet die Arbeitsgruppe "Qualität und Sicherheit Chinesischer Arzneimittel" im internationalen Standardisierungsprozess ISO und äußerte sich auch in einem Spiegel Online Beitrag zum Thema. In Apotheken würden die Kräuter als Arzneien, nicht wie beim Kauf über das Internet oder den asiatischen Supermarkt als Lebensmittel, eingestuft. Damit unterlägen sie dem deutschen Arzneimittelgesetz und würden entsprechend streng kontrolliert. „Chinesische Heilkräuter“, so unterstreicht Schröder diese Einstufung, „sind grundsätzlich als Medizin anzusehen. Daher sollte auch vor der Einnahme der Pflanzenstoffe eine Beratung durch einen spezialisierten Arzt erfolgen.“

HanseMerkur Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Freie und Hansestadt Hamburg Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Freie und Hansestadt Hamburg

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