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Presse - Pressemitteilungen – 26. März 2013

Wundheilung mit Nadeln und Laser
HanseMerkur Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin therapiert diabetisches Fußsyndrom / DAK-Gesundheit ermöglicht Versicherten Teilnahme

Hamburg, 26. März 2013. Selbst kleine Verletzungen an den Füßen und Unterschenkeln können für Diabetiker zum gravierenden Problem werden. Etwa jeder 30. Patient mit der weit verbreiteten Stoffwechselerkrankung leidet an einer der Formen des diabetischen Fußsyndroms, das zu schwer heilenden Wunden führt. In Kooperation mit dem HanseMerkur Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ermöglicht die DAK-Gesundheit ihren Versicherten nun die Behandlung der Wunden mit den Methoden der östlichen Heilkunst.

Über einen langen Zeitraum mangelhaft eingestellter Blutzucker kann vor allem zu Schädigungen der Nerven in den Extremitäten führen. „Das Schmerzempfinden lässt nach, gleichzeitig trocknet die Haut aus, wird rissig und anfällig für Verletzungen und Entzündungen, die durch das fehlende Empfinden erst spät bemerkt werden“, erläutert Dr. Sven Schröder, Geschäftsführer des TCM-Zentrums. „Auch eine mangelnde Durchblutung der Beine und Füße – eine weitere, häufige Folgeerkrankung der Diabetes – kann zu schlecht heilenden Wunden führen. Im ungünstigsten Fall kommt beides zusammen“.

Kombination von zwei Akupunkturverfahren
Versicherte der DAK-Gesundheit, die sich für eine Therapie ihrer Erkrankung im Hamburger TCM-Zentrum entscheiden, werden mit einem kombinierten Akupunkturverfahren behandelt: einer Methode, die nach chinesischer Sichtweise die Körperenergien reguliert, aus naturwissenschaftlicher Sicht bestimmte Reizpunkte stimuliert. Um den Wundrand herum setzt der TCM-Arzt dabei Akupunkturnadeln, während das Gewebe im Bereich der offenen Wundfläche mit einer schonenden, modernen Mehrkanal-Laser-Akupunktur zur Wundheilung angeregt wird. „Durch die Kombination der beiden Therapieformen – mit Nadeln und mit dem Laser – können wir die Behandlung optimal anpassen und eröffnen Patienten, denen mit westlicher Medizin nicht geholfen werden konnte, neue Chancen“, so Dr. Schröder.

Zu Beginn der TCM-Behandlung erfolgt eine Eingangsuntersuchung, bei der die Eignung des Patienten geprüft und ein Ausgangsbefund erstellt wird. Andere, bereits begonnene Therapien des Fußsyndroms, wie etwa die Einnahme von Medikamenten, müssen für die chinesische Heilmethode nicht unterbrochen werden. Patienten, die stark Blutgerinnung hemmende Medikamente einnehmen, dürfen an dem Behandlungsprogramm allerdings leider nicht teilnehmen.

Über einen Zeitraum von 15 Wochen wird der Patient zweimal wöchentlich im Zentrum behandelt. Er erhält zudem individuelle Ernährungsempfehlungen, die auf den Grundregeln der chinesischen Diätetik basieren. Ist die Behandlung bereits frühzeitig erfolgreich, kann sie vor Ablauf beendet werden. Zur Kontrolle des Verlaufs wird der Patient unmittelbar nach Abschluss und etwa zwei Monate danach erneut untersucht. „Bisher“, so berichtet Dr. Schröder, „haben wir mit der kombinierten Therapieform sehr gute Erfolge dokumentieren können. Wir freuen uns, dass die DAK-Gesundheit betroffenen Patienten diese Behandlung ermöglicht“.

Fotos zur Akupunkturbehandlung stehen in der Rubrik Presse/Download Fotos bereit.

HanseMerkur Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Freie und Hansestadt Hamburg Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Freie und Hansestadt Hamburg

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