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Presse - Pressemitteilungen – 06. März 2015

Chinas Botschafter im TCM-Zentrum:
„Was Sie hier machen, ist Pionierarbeit!“

Der Botschafter der Volksrepublik China in Deutschland, Shi Mingde, informierte sich am 15. April im HanseMerkur Zentrum für TCM am UKE über die Forschung zur Wirksamkeit der asiatischen Heilkunst. „Wir freuen uns über das Interesse, das der chinesische Botschafter damit gegenüber unserer Einrichtung ausdrückt“, sagte Dr. Roland Salchow. Gemeinsam mit Dr. Sven Schröder erläuterte er dem ranghöchsten Diplomaten der VR China in Deutschland die aktuellen Forschungsvorhaben.

Jazzkulap, Lini GONG, Mingyong FANG und Bin LIBotschafter Shi Mingde mit chinesischen Mitarbeitern des HanseMerkur Zentrums:
Tuina-Therapeutin Yumeng Zhan (l) und Biochemiker und TCM-Arzt Dr. Xiaosong Mao

Aufmerksame Zuhörer waren zudem der neue Vorstandsvorsitzende der HanseMerkur, Eberhard Sautter, für das UKE Geschäftsbereichsleiter Oliver Füllgraf und der chinesische Generalkonsul Yang Huiqun. „Als Krankenversicherer, der auch Verfahren der sogenannten 'sanften Medizin' erstattet, ist es unser Anliegen, mit Studien am Zentrum die asiatische Heilkunst mit wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen und damit die Akzeptanz der TCM in Ergänzung zur Schulmedizin zu erhöhen“, erläutert Vorstandschef Eberhard Sautter das Engagement der HanseMerkur Versicherungsgruppe.

„Als Verfechter einer evidenzbasierten Medizin freue ich mich sehr, dass das UKE in Kooperation mit dem TCM-Zentrum die Wirkungsmechanismen Traditioneller Chinesischer Medizin in Studien erforschen kann“, sagt Prof. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor des UKE. „Das engagierte Zusammenwirken von Wissenschaftlern aus Ost und West ist bereits jetzt sehr erfolgreich und hat Zukunft.“ Erste Erfolge zeigt eine gemeinsame Untersuchung mit der Tongji-Universität Shanghai zu neuroprotektiven Effekten von chinesischen Heilkräutern, die langfristig die Behandlungsmöglichkeiten bei Morbus Parkinson verbessern könnten. Weitere Studien gibt es zur Nervenerkrankung Polyneuropathie, zu Wundheilungsstörungen und zur Schmerzforschung. Auch die Anatomie, die Neurologie, die Unfallchirurgie, die Hautklinik und die Neurophysiologie des UKE sind daran beteiligt.

Im Mai wird das TCM-Zentrum in Shanghai zusammen mit der Tongji-Universität einen Fachkongress über Chinesische Heilkräuter, die für die Behandlung der Parkinson-Erkrankung einmal eine Rolle spielen könnten, durchführen. Im Sommer wird eine pädiatrische Gastprofessorin aus Shanghai im HanseMerkur Zentrum erwartet. Zu Hamburgs Partnerstadt im Mündungsgebiet des Jangtsekiang gibt es einen regen wissenschaftlichen Austausch zur China-Medizin. Neben der Tongji-Universität sind die TCM-Universität Shanghai und das Research Center for Acupuncture and Meridian daran beteiligt.

„Was Sie hier leisten, ist beispielhaft“, resümierte der Chinesische Botschafter aus Berlin. „Schulmedizin und Chinesische Medizin müssen in ihrer Bedeutung gleichgestellt werden, in Respekt vor den jeweiligen Traditionen und Kulturen und als gegenseitige Ergänzung und Bereicherung. Die chinesische Medizin hat über Tausende von Jahren den Nachweis gebracht, dass sie wirkt. Und wenn nicht alles wissenschaftlich bewiesen werden kann, so bedeutet das ja nicht, dass es ohne Effekt ist.“

Sehen Sie dazu auch den Filmbeitrag.

HanseMerkur Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Freie und Hansestadt Hamburg Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Freie und Hansestadt Hamburg

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